AMAL legt Halbjahresstatistik 2004 vor
Opferberatungsstelle zählt 65 rechte Übergriffe mit 98 direkt Betroffenen /223 KlientInnen beraten
Wurzen, 09.August 2004: Die drei Regionalbüros Görlitz, Wurzen und Dresden von AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt in Sachsen zählten im ersten Halbjahr 2004 65 rechte Übergriffe (1. HJ 2003: 72) mit 98 direkt Betroffenen (1. HJ 2003: 96). Demnach ist zwar die Zahl der AMAL bekannt gewordenen Angriffe leicht gesunken, allerdings die Anzahl der Betroffenen im Gegensatz zum Vorjahr leicht erhöht. Das Beratungsgebiet von AMAL umfasst ganz Sachsen mit Ausnahme der Stadt Leipzig, des Landkreises Leipzig, des Kreises Delitzsch und Teilen des Kreises Torgau-Oschatz, welche von der Opferberatungsstelle der RAA Leipzig abgedeckt werden.
Bei der überwiegenden Anzahl der Übergriffe handelte es sich um Körperverletzungsdelikte.
"Augenfällig ist die stark erhöhte Anzahl von KlientInnen im Gegensatz zum Vorjahr: Während im 1. Halbjahr 2003 126 KlientInnen beraten worden, waren es im ersten Halbjahr 2004 223. KlientInnen sind direkt und indirekt Betroffene von Angriffen, die von uns beraten wurden. Dies ist sowohl auf die erhöhte Professionalisierung der Arbeit zurückzuführen als auch auf den erhöhten Bekanntheitsgrad von AMAL. Der erhöhte Beratungsbedarf zeigt die Notwendigkeit der Existenz unseres Projektes einmal mehr", berichtet Anja Treichel aus ihren Erfahrungen als Opferberaterin bei AMAL in Wurzen.
Betroffenengruppen rechter Gewalt sind vor allem Nichtdeutsche und alternative bzw. nichtrechte Jugendliche, aber auch Obdachlose, Behinderte und Homosexuelle.
Das Angebot von AMAL für die Betroffenen umfasst neben Hinweisen im rechtlichen Bereich, Unterstützung bei der Suche nach Zeugen, RechtsanwältInnen und PsychologInnen sowie Begleitung zu Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht auch die Vermittlung von Kontakten zu Initiativen vor Ort und Öffentlichkeitsarbeit.
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