Spendenaufruf für Opfer rassistischer Diskriminierung in Leipzig
Wir unterstützen den Spendenaufruf unseres Partnerprojektes und bitten Sie/Euch um Spenden für den Betroffenen.
Spendenaufruf
Die Opferberatung Leipzig der RAA Sachsen e.V. ruft die Bürger, Kirchengemeinden und sozialen Institutionen in einem dringenden Fall von rassistischer Diskriminierung zur Unterstützung des Betroffenen durch Spenden auf.
Im Jahr 2000 wurde der gebbürtige Iraner Herr M.T. Opfer eines fremdenfeindlichen Übergriffs. Gemeinsam mit einem Landsmann, wollte er eine öffentliche Diskothek besuchen. Dort verweigerte der Sicherheitsdienst "Black Rainbow" ihm und seinem Bekannten den Zutritt.
Nachdem beide nicht gehen wollten, wurde insbesondere Herr M.T. mit hohem körperlichen Kraftaufwand eine Treppe hinaufgeschoben. Er verfing sich dadurch im Geländer. Sein Arm erlitt einen komplizierten Bruch. Krankenhausaufenthalt, Operation, Reha und bleibende Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen waren und sind die Folge.
Die beiden jungen Männer des "Sicherheitsdienstes" wurden freigesprochen. Sie argumentierten, die Veranstaltung sei eine Studentenveranstaltung gewesen. Ihre Pflicht sei es gewesen allen Nichtstudenten den Zutritt zu verweigern.
Recherchen der Opferberatung ergaben jedoch, dass die Veranstaltung in allen gängigen Publikationen als "öffentlich" ausgewiesen war. Zeugenaussagen bei Gericht zeigten zudem, dass deutsche Nichtstudenten die Veranstaltung durchaus ungehindert hatten besuchen durften. Die „Täter“ machten selbst in der Verhandlung keinen Hehl aus ihrer fremdenfeindlichen Haltung.
Dennoch wurden beide freigesprochen. Auch zivilrechtliche Schritte brachten keinen Erfolg. Nachdem er die Zivilprozesse (1., 2. Instanz) verloren hatte, sind für Herrn M.T Kosten entstanden, die er keinesfalls selbst tragen kann: die Bezahlung des gegnerischen Anwaltes und die Gerichtskosten. Nachdem die Aktion Cura e.V. sich bereit erklärt hat 500 € zur Verfügung zu stellen, beträgt die aufzubringende Gesamtsumme noch 1.345,65 €.
Wegen ausbleibender Zahlungen veranlasste der gegnerische Anwalt die Pfändung des Kontos und seines Gehalts. Obgleich der Arbeitgeber nicht pfändbare Teile des Lohnes an ihn auszuzahlen hat, weigert dieser sich momentan, sodass wichtige Zahlungen wie Miete und Lebenserhaltung nicht möglich sind. Zudem steht die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung bevor.
Wir bitten demzufolge Herrn M.T. in dieser Notlage mit Spenden zu helfen.
Bankverbindung:
Sparkasse Leipzig
RAA e.V. / Opferberatung Leipzig
Konto: 1100520194
BLZ: 86055592
Betreff: Opferberatung Leipzig Spende M.T.
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