AMAL Sachsen

AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt

Diese Webseite dient bis auf weiteres als Archiv der Arbeit des Beratungsprojektes
AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt in den Jahren 2001-2008.
Für die Beratung ist seit Anfang 2008 die Operberatung RAA Sachsen zuständig.

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Presseinformation: AMAL legt Statistik 2003 vor

Opferberatungsstelle zählt 141 rechte Übergriffe mit 194 direkt Betroffenen

Wurzen: Die drei Regionalbüros Görlitz, Wurzen und Dresden von AMAL – Hilfe für Betroffene rechter Gewalt in Sachsen zählten im Jahr 2003 141 rechte Übergriffe mit 194 direkt Betroffenen. Das Beratungsgebiet von AMAL umfasst ganz Sachsen mit Ausnahme der Stadt Leipzig, des Landkreises Leipzig, des Kreises Delitzsch und Teilen des Kreises Torgau-Oschatz, welche von der Opferberatungsstelle der RAA Leipzig abgedeckt werden.
Bei der überwiegenden Anzahl der Übergriffe handelte es sich um Körperverletzungsdelikte.
Nach Landkreisen aufgeschlüsselt bearbeitete AMAL die meisten Übergriffe im Muldentalkreis (31), in Görlitz (17) sowie in Dresden (17), was durch den Sitz der jeweiligen Regionalbüros zu erklären ist. Tatsächliche Angaben über die Häufigkeit rechter Übergriffe in bestimmten Landkreisen sind auf Grund der nach wie vor hohen Dunkelziffer spekulativ.
Betroffenengruppen rechter Gewalt sind vor allem Nichtdeutsche und alternative bzw. nichtrechte Jugendliche, aber auch Obdachlose, Behinderte und Homosexuelle.

„Wir warten nicht, bis die Betroffenen zu uns kommen, sondern recherchieren selbst und gehen auf die Betroffenen zu. Deshalb können wir auch Personen erreichen, die normalerweise keine Beratungsstellen aufsuchen.“ berichtet Anja Treichel aus ihren Erfahrungen als Opferberaterin bei AMAL in Wurzen.
„Die öffentliche Wahrnehmung rechter Übergriffe ist momentan leider zu gering, was die Situation vieler Betroffener zusätzlich erschwert,“ so Treichel weiter.
Das Angebot von AMAL für die Betroffenen umfasst neben Hinweisen im rechtlichen Bereich, Unterstützung bei der Suche nach Zeugen, RechtsanwältInnen und PsychologInnen sowie Begleitung zu Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht auch die Vermittlung von Kontakten zu Initiativen vor Ort und Öffentlichkeitsarbeit.