AMAL Sachsen

AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt

Diese Webseite dient bis auf weiteres als Archiv der Arbeit des Beratungsprojektes
AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt in den Jahren 2001-2008.
Für die Beratung ist seit Anfang 2008 die Operberatung RAA Sachsen zuständig.

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PM: Die LINKE: Ungebrochener Naziterror im Kreisgebiet (12.05.2008)

Nachdem in der Nacht vom Freitag zum Samstag nahezu zeitgleich die Fensterfronten der drei Geschäftsstellen der LINKEN in Mittweida, Rochlitz und Burgstädt zerstört worden sind, ist es in der darauf folgenden Nacht zu einem weiteren schweren Zwischenfall gekommen.

Auf dem Heimweg befindliche alternative Jugendliche in ihrem PKW wurden durch zwei Wagen verfolgt, die versuchten, sie von der Straße abzudrängen. Die Täter flüchteten beim Nahen der Polizei; Anzeige wurde erstattet. In der Nacht zum Pfingstmontag war einer der alternativen Jugendlichen erneut Opfer eines Angriffs. Er wurde in seiner Wohnung in Geringswalde überfallen. Die Täter warfen Fensterscheiben ein und zertrümmerten Türen. Täter und Fahrzeuge konnten eindeutig identifiziert werden. Unseren Erkenntnissen nach handelt es sich eindeutig um Neonazis. Offenbar sollten mit diesen Angriffen gezielt Zeugen eingeschüchtert werden, um Aussagen der Opfer in diversen Verfahren gegen den militanten "Sturm 34" zu verhindern.

Petra Steidten, stellvertretende Kreisvorsitzende der LINKEN Mittelsachsen: "Ich bin einmal mehr erschüttert über das unkooperative Verhalten der Polizei in Zusammenhang mit Delikten von Neonazis. Die Angriffe auf unsere Büros wurden von einem Beamten mit der lapidaren Bemerkung, man habe schließlich Wahlkampf, abgetan. Der Versuch der Anzeigeerstattung durch das Opfer aus Geringswalde wurde mit dem Hinweis abgewimmelt, es werde bereits von Amts wegen wegen Sachbeschädigung ermittelt. Er werde in den nächsten vierzehn Tagen eine Vorladung erhalten. Inzwischen haben wir im Kreis Mittweida längst wieder Zustände wie vor dem Verbot von ,Sturm 34'. Ich kann das nur als ungebrochenen Terror charakterisieren. Wir als LINKE fordern von der Polizei endlich ein schlüssiges Konzept gegen die Gewalt von rechts. Wir werden den Polizeipräsidenten Chemnitz/Erzgebirge auffordern, den Bürgern in einer öffentlichen Veranstaltung Rede und Antwort zu stehen. Und nicht zuletzt halten wir es für überfällig, dass die Polizeipräsenz im Kreis, besonders Nachts und an Wochenenden, durch zusätzliche Einsatzkräfte deutlich verstärkt wird."

(PM der LINKEN.Mittelsachsen v. 12.05.08)