AMAL Sachsen

AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt

Diese Webseite dient bis auf weiteres als Archiv der Arbeit des Beratungsprojektes
AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt in den Jahren 2001-2008.
Für die Beratung ist seit Anfang 2008 die Operberatung RAA Sachsen zuständig.

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Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt AMAL Görlitz kritisiert Äußerung des Verwaltungssauschusses bzw. des Kulturbürgermeisters Ulf Großmann

Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt AMAL Görlitz kritisiert Äußerung des Verwaltungssauschusses bzw. des Kulturbürgermeisters Ulf Großmann

Die Entscheidung des Verwaltungsausschusses, ein Asylbewerberheim in Tauchritz abzulehen, stößt bei den MitarbeiterInnen der Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt AMAL in Görlitz auf heftige Kritik.
In der Begründung des Ausschusses für die Ablehnung des Flüchtlingsheimes und der Aussage von Kulturbürgermeister Ulf Großmann werden gefährliche Ressentiments deutlich. In den Augen von AMAL ist die Aussage, Flüchtlinge könnten pauschal Investoren abschrecken, unerträglich. Diese Argumentation impliziert, dass Menschen, die aus verschiedenen Gründen in der BRD Schutz suchen, eine Belästigung oder gar Störung darstellen.
Flüchtlinge werden so pauschal als Nachteil für den Wirtschaftsstandort stigmatisiert. Diese Argumentation führt u.a. oft dazu, dass sie in Heime weit ab von weiten Teilen der deutschen Bevölkerung in abgelegenen Gebieten untergebracht werden, was einen gegenseitigen Austausch mit Einheimischen beinahe unmöglich macht.

Die Bereitschaft zur kulturellen Vielfalt hört spätestens da auf, wo Menschen anderer Herkunft als Belastung oder gar als Belästigung gesehen werden und aus vermeintlich finanziellen Gründen auf Ablehnung stoßen. Gerade im Hinblick auf die Bewerbung der Stadt Görlitz für den Titel der Kulturhauptstadt 2010 halten wir diese Entwicklung für sehr bedenklich.
Eine solche Aussage von politischen VerantwortungsträgerInnen ist unverantwortlich und führt nicht dazu, dass diese oft auch in der Bevölkerung bestehenden Vorurteile entkräftet werden. Solche Äußerungen stehen darüber hinaus im deutlichen Widerspruch zum Gedanken des kürzlich beschlossenen Integrationskonzeptes der Stadt Görlitz und tragen nicht zu einer Verbesserung des gesellschaftlichen Klimas für MigrantInnen in Görlitz und Ostsachsen bei.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern unter den Telefonnummern des Görlitzer Büros zur Verfügung.