AMAL Sachsen

AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt

Diese Webseite dient bis auf weiteres als Archiv der Arbeit des Beratungsprojektes
AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt in den Jahren 2001-2008.
Für die Beratung ist seit Anfang 2008 die Operberatung RAA Sachsen zuständig.

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Schlägerei beim Teichfest in Kühnitzsch (LVZ, 24.07.2008)

Falkenhain/ Kühnitzsch (il). Beim Kühnitzscher Teichfest ist es in den frühen Morgenstunden des 13. Juli – wie erst jetzt bekannt wurde – zu Zwischenfällen gekommen.

Mehrere Jugendliche provozierten und schlugen Festbesucher, warfen auch Tische in den Teich. Die informierte Polizei stellte gegen 0.25 Uhr die Identität von acht Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren fest und sprach Platzverweise aus. „Es wurde niemand festgenommen, und Warnungen der Veranstalter, dass die Angreifer sicherlich wiederkämen, wurden nicht ernst genommen“, kritisierte Ingo Stange von der Opferberatung Amal Sachsen, der in Kühnitzsch aufgewachsen ist. Zudem, so hätten es ihm Zeugen beschrieben, machte sich mindestens einer der Jugendlichen über die Polizisten lustig – er sei ja erst 16 Jahre alt, und die Beamten könnten ihn ja gar nicht mitnehmen. Ein anderer habe damit gedroht, „seine Freunde“ als Verstärkung zu holen. Die Jugendlichen seien in den frühen Morgenstunden wiedergekommen und hätten auf mehrere Gäste eingeschlagen und getreten. Ein anderer Bürger, so Stange, der die Schläger im rechtsorientierten Spektrum ansiedelt, sei von ihnen durchs Dorf getrieben und geschlagen worden. Er habe Hämatome im Gesichtsbereich erlitten. Noch mindestens eine weitere Person sei am Körper und im Gesicht verletzt worden. Die mit mehreren Pkw gegen 1.30 Uhr erneut eintreffende Polizei nahm den Angriff auf.

Auf LVZ-Anfrage teilte die Presseabteilung der Polizeidirektion Westsachsen gestern mit, dass die Ermittlungen laufen. Verletzte seien der Polizei nicht bekannt geworden. Es habe auch niemand das Angebot ärztlicher Versorgung im Rettungswagen in Anspruch genommen. Allerdings seien auch in dieser Richtung die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Anzeige sei nicht persönlich, sondern von Amts wegen erstattet worden, so die Polizei. Es gebe zudem Hinweise, dass vor Ort rechtsgerichtete Parolen gefallen wären. Auch dazu seien die Ermittlungen bisher noch nicht beendet.