Fünf Beschuldigte nach Brandanschlag auf Asylbewerberheim festgenommen (SäZ, 01.12.2008)
Dresden/Oppach - Rund elf Wochen nach einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Oppach (Landkreis Görlitz) hat die Polizei fünf Verdächtige ermittelt.
Die jungen Leute im Alter von 19 bis 26 Jahren kommen aus dem Oppacher Umland. Sie seien durch eine nationalistische, fremdenfeindliche Gesinnung geeint, teilte das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) am Montag in Dresden mit. Anstifterin der Tat sei die einzige Frau der Gruppe gewesen. Bei dem mit so genannten Molotow-Cocktails verübten Anschlag waren keine Menschen verletzt worden. Ein eingeworfenes Fenster im Heim, wenige Tage vor dem Brandanschlag, gehe ebenfalls auf das Konto der Verdächtigen.
Die Polizei sucht außerdem Zeugen für eine ähnliche Tat am Mittwochabend in Ostritz (Landkreis Görlitz), wo ebenfalls zwei Brandsätze auf einen Döner-Imbiss in einem Wohnhaus geworfen wurden. Eine Zollstreife habe ein größeres Feuer verhindern können. Die Soko Rex hat die Ermittlungen übernommen. Hinweise nehmen das LKA und alle örtlichen Polizeidienststellen entgegen. (Lagedienst des LKA: Tel. 0351-8552055). (dpa)
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