AMAL Sachsen

AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt

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Die Täter des Brandanschlags sind gefasst (SäZ, 10.12.08)

Von Madeleine Friedrich

Die Täter des Brandanschlags auf das Oppacher Asylbewerberheim am 12. September sind gefasst. Es handelt sich um fünf Personen zwischen 19 und 26 Jahren, die aus dem Oppacher Umland stammen.

Nach Angaben des Landeskriminalamtes haben die Täter gestanden, den Anschlag aus fremdenfeindlicher Gesinnung heraus, verübt zu haben. „Es ist eine traurige Geschichte. Aber ich bin froh, dass die Täter gefasst und nicht aus Oppach sind“, sagt der Bürgermeister von Oppach Stefan Hornig.

Die Anstifterin zu der Tat sei die einzige weibliche Beteiligte gewesen. Sie hatte nach Alkoholgenuss vorgeschlagen, das Heim anzuzünden. Die Tatbeteiligten stellten darauf Molotow-Cocktails her und warfen sie gegen das Heim. Durch glückliche Umstände war am 12.September aber niemand zu Schaden gekommen.

Schlimm für die Oppacher Bevölkerung und die untergebrachten Asylanten war laut Angabe des Bürgermeisters auch der nicht angemeldete Aufmarsch von linken Autonomen vom 23. September. „Die haben den Brandanschlag zum Anlass genommen, auf den Rücken der Anwohner ihren politischen Kampf auszuüben“, sagt Hornig. Die Heimbewohner seien dadurch weiter verunsichert worden. Am 23. September gegen 18 Uhr haben sich maximal 35 teilweise Vermummte auf der Straße vor dem Asylbewerberheim versammelt und sich mit Spruchbändern und Megafonen zum Heimgelände begeben. Als ihnen von der Heimleitung untersagt wurde, das Gelände zu betreten, hielten sie ihre Kundgebung bis zum Eintreffen der Polizei vor dem Heim ab. Beamte der Landes- und Bundespolizei haben die Demonstranten vom Heim weggeleitet und untersucht. „Es gab unter anderem die Beschlagnahmung einer Schreckschusswaffe und von Betäubungsmitteln“, sagt Petra Denkhoff von der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien. In beiden Fällen wurde Anzeige erstattet.

Kontrollen verstärkt

Schon vor dem Anschlag am 12.September war es zu einem Flaschenwurf in der Nacht vom 8. zum 9. September gekommen, bei dem ein Fenster zerstört wurde. Auch für diesen Angriff sind die fünf Täter verantwortlich. „Schon nach diesem Vorfall ist das Oppacher Heim verstärkt von einer Polizeistreife beobachtet worden. Derzeit laufen auch Maßnahmen von Personen in Polizei- und in ziviler Kleidung“, sagt Petra Kirsch von der zuständigen Polizeidirektion.

Bürgermeister Hornig ist wichtig, dass die Asylbewerber weiter ruhig im einzigen Asylbewerberheim im Kreis leben können. „Für Oppach ist das Heim ja auch positiv, weil damit die Einwohnerzahl steigt und wir mehr staatliche Zuwendung bekommen.“Auf ein Wort

quelle: hxxp://w_w.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2018736