AMAL Sachsen

AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt

Diese Webseite dient bis auf weiteres als Archiv der Arbeit des Beratungsprojektes
AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt in den Jahren 2001-2008.
Für die Beratung ist seit Anfang 2008 die Operberatung RAA Sachsen zuständig.

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Bürgermeister schlug Neonazis in die Flucht (SäZ, 11.06.2008)

RADIBOR - Brutales Ende des fröhlichen Inselfestes in Radibor. Rechte Schläger griffen am Wochenende das Festgelände an und wurden vom Bürgermeister in die Flucht geschlagen.

Weil nach dem Ende des Inselfestes einige Jugendliche kein Bier mehr bekamen, zogen sie mit der Drohung von dannen, „eine richtige Truppe zu schicken“.

Bürgermeister Vinzenz Baberschke (50) und vier Mitstreiter entschlossen sich deshalb, das Festgelände zu bewachen. Tatsächlich kamen kurz nach 4 Uhr acht Männer mit Holzknüppeln bewaffnet zurück, griffen an und schrien rassistische Parolen „Sie pöbelten mit dummen Sprüchen, die sich gegen die Sorben richteten“, erinnerte sich Vinzenz Baberschke.

Die Angreifer hatten aber sicher nicht mit massiver Gegenwehr des Bürgermeisters und seiner Truppe gerechnet. Einer landete im Inselteich und einer wurde am Kopf verletzt. Schließlich ergriffen sie die Flucht, wenige Minuten bevor die Polizei eintraf. Vinzenz Baberschke bekam einen Schlag auf die Hand, musste ambulant behandelt werden.

Auch in Zukunft will er couragiert gegen solche radikalen Chaoten vorgehen. „Für den 11. Juli ist ein Treffen mit Polizei und Vereinen geplant, um Strategien gegen künftige Störungen zu entwickeln“, so Baberschke. Es muss ja nicht immer der Knüppel sein.

us

Inselfest endet mit Ärger (www.polizei.sachsen.de)

Ort: Radibor, LK Bautzen
Zeit: 08.06.2008, 02:00 Uhr bis 04:10 Uhr

In der Gemeinde Radibor wurde das traditionelle Inselfest gefeiert, endete diesmal aber mit Ärger. Nachdem die Veranstaltung um 02:00 Uhr beendet wurde, kamen noch fünf oder sechs Jugendliche und wollten Bier trinken. Ihnen wurde erklärt, dass kein Bier mehr ausgeschenkt wird, sie also nichts mehr bekommen. Damit gaben die jungen Männer sich nicht zufrieden. Sie entfernten sich zunächst, kamen dann mit Verstärkung und mit Holzpfählen bewaffnet zurück. Die nunmehr acht Personen schlugen mit den Holzpfählen auf noch Anwesende ein, riefen dabei diskriminierende Parolen. Durch die Schläge wurde ein 50-Jähriger an der Hand verletzt. Er musste sich ambulant medizinisch versorgen lassen.
Die Kriminalpolizei, Dezernat Polizeilicher Staatsschutz, nahm die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung in Verbindung mit Volksverhetzung auf.