Amal-Verein erhält Preis von Niemöller-Stiftung (LVZ, 27.9.06)
Wurzen (tm). Der Amal-Verein erhält den Julius-Rumpf-Preis 2006, der von der Martin-Niemöller-Stiftung vergeben wird.
Der Verein, der Opfern rechter Gewalt hilft und ein Büro in Wurzen hat, ist für die Auszeichnung nach eigenen Angaben durch die Landtagsabgeordnete Astrid Günther-Schmidt (Bündnis 90/Grüne) vorgeschlagen worden.
Die Preisverleihung findet am 21. Oktober im Görlitzer Rathaus statt. In Görlitz ist Amal ebenfalls mit seinen Beratern präsent. Die Laudatio wird der frühere Wiesbadener Oberbürgermeister und Görlitzer Ehrenbürger Achim Exner halten. „Wir freuen uns über die unerwartete Preisträgerschaft“, sagte Ingo Stange von Amal. Der Preis sei „Bestätigung der geleisteten Beratungs- und Öffentlichkeitsarbeit“. Die Amal-Mitstreiter sähen sich dadurch in der Motivation bestärkt, „weiterhin Betroffene zu unterstützen und das Thema rechte Gewalt aus Sicht der Betroffenen zu thematisieren“.
Die in Wiesbaden ansässige Martin-Niemöller-Stiftung vergibt den nach einem dortigen Pfarrer benannten Julius-Rumpf-Preis an Einzelne und Gruppen, die innerhalb oder außerhalb kirchlicher Strukturen mit ihrer Arbeit für Toleranz, gewaltfreie Konfliktlösungen, Mitmenschlichkeit und Versöhnung eintreten. Die Auszeichnung ist mit 7000 Euro dotiert. Geld, das der Verein gut gebrauchen kann: Wie berichtet, plant der Bund, die über das Programm Civitas gewährten Zuschüsse für das Projekt auslaufen zu lassen. Auch die beiden Mitarbeiterstellen in Wurzen stünden dann vor dem Aus.
Quelle: LVZ/ MTL, 27.09.2006
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