AMAL Sachsen

AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt

Diese Webseite dient bis auf weiteres als Archiv der Arbeit des Beratungsprojektes
AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt in den Jahren 2001-2008.
Für die Beratung ist seit Anfang 2008 die Operberatung RAA Sachsen zuständig.

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AMAL – Newsletter 01 // 2008

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AMAL – Newsletter 01 // 2008

Die siebzehnte und vorerst letzte Ausgabe unseres Newsletters ist nun da. Wenn Ihnen etwas fehlen sollte oder Sie mehr zu unserer Situation erfahren möchten, dann schreiben Sie uns eine E-Mail oder klicken Sie auf unsere Homepage www.amal-sachsen.de

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INHALT

AKTUELLES

* AMAL verabschiedet sich

PRESSE

* Pressemitteilung: Erneut erheblicher Zuwachs bei rechtsextrem motivierten Übergriffen

* LVZ/27.02.08: Mehr rechte Übergriffe im Kreis

BERATUNGSARBEIT

* Spendenaufruf für Betroffene rechter Gewalt in Colditz/ Muldentalkreis

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AKTUELLES

AMAL verabschiedet sich

Seit Dezember letzten Jahres ist bekannt, dass AMAL für die Beratung für Betroffene rechtsextremer Gewalt keine Förderung mehr erhalten wird. Die Sächsische Staatsregierung forcierte eine Umstrukturierung der sächsischen Opferberatung und das führte zur Abwicklung von AMAL. Dieser Einschnitt schwächt die Beratung für Betroffene rechter Gewalt in Sachsen strukturell, inhaltlich und finanziell. Für Januar und Februar 2008 erhielt AMAL noch eine Finanzierung für die Beendigung des Projektes aus dem Programm „Weltoffenes Sachsen“.

Zum 29.02.2008 stellt AMAL nun die bisherige Arbeit ein. Alle fünf Hauptamtlichen sind seit Wochen mit der Abwicklung des Projektes beschäftigt und ab 1.3. arbeitslos. Das Görlitzer Büro schließt und auch die Festnetz- sowie die Mobilfunknummer werden zum Monatsende abgeschalten. Das Wurzener Büro kann bis auf Weiteres im BürgerInnenzentrum D5 des Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. bleiben.

Hier die neuen Kontaktdaten:

AMAL e.V.
Hospitalstr. 30
02826 Görlitz

AMAL e.V.
Domplatz 5
04808 Wurzen
Tel. 0 34 25 – 85 15 41

www.amal-sachsen.de

Das bisher vom Wurzener Beratungsteam genutzte Mobiltelefon 0172 / 9743674 wird voraussichtlich weiter durch die Opferberatung des RAA Sachsen e.V. für den Regierungsbezirk Chemnitz genutzt. Formal ist nun dieser Verein für die Beratung von Betroffenen rechtsextremer Übergriffe in Sachsen zuständig. Infos und Kontaktdaten hier: www.raa-sachsen.de

Wir haben in den vergangenen sieben Jahren eine professionelle Beratungsstruktur für Betroffene rechtsextremer Gewalt aufgebaut, die es zuvor in Sachsen nicht gab. Dabei war es uns immer auch ein Anliegen, das Thema rechtsextreme Gewalt aus Sicht der Opfer in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern. Dieser kritische Einsatz für die Anliegen von Betroffenen wurde von den Zuwendungsgebern nicht mehr unterstützt. Die Unterstützung von Betroffenen rechtsextremer Gewalt auf professioneller Basis müssen wir darum einstellen. Doch wir sind bemüht, weiterhin – nun auf ehrenamtlicher Basis – Rechercheergebnisse zu rechtsextremen Aktivitäten auf unserer Homepage zu veröffentlichen (Stichwort: Meldesystem). Wir würden uns freuen, wenn wir dabei auf Eure / Ihre Unterstützung zählen können.

Bereits bisher war vieles von dem, was wir mit und für Betroffene/n erreicht haben, auf Eure / auf Ihre Unterstützung zurückzuführen. Wir möchten uns deshalb an dieser Stelle bei allen KlientInnen, UnterstützerInnen und KooperationspartnerInnen für das entgegengebrachte Vertrauen, die konstruktive Zusammenarbeit und die kritische Begleitung bedanken.

Das Thema rechtsextreme Gewalt ist aktueller denn je. Bleiben wir dran!

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PRESSE

Erneut erheblicher Zuwachs bei rechtsextrem motivierten Übergriffen (Pressemitteilung, 22.02.2008)

Sächsische Beratungsprojekte legen Jahresstatistik 2007 vor

Wurzen/Görlitz, 22. Februar 2008: Die beiden Beratungsprojekte für Betroffene rechtsextremer Gewalt in Sachsen (RAA Sachsen e.V. und AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt e.V.) erhielten im Jahr 2007 Kenntnis von 306 Übergriffen (2006: 208 Übergriffe) mit rechtsextremer bzw. fremdenfeindlicher Tatmotivation. Wöchentlich ereigneten sich in Sachsen somit fünf bis sechs rechtsextrem motivierte Übergriffe. Darüber hinaus muss von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden.

Die meisten Übergriffe wurden aus der Stadt Leipzig (74) und dem Landkreis Mittweida (56) bekannt. "Bereits im Vorjahr zeichnete sich ab, dass der Landkreis Mittweida Schwerpunkt der Beratungsarbeit werden wird. Die im April 2007 verbotene Neonazi-Kameradschaft "Sturm 34" ist dort noch immer aktiv", so Ingo Stange zum zuständigen AMAL-Büro in Wurzen. Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit regionalen Kooperationspartnern und die erhöhte Bekanntheit von AMAL im Landkreis konnten zahlreiche Übergriffe dokumentiert und mehr Betroffene beraten
werden.

Lesen sie hier weiter:
http://www.amal-sachsen.de/news.php?article=534

Amal: Mehr rechte Übergriffe im Kreis - Opferhilfeverein muss Arbeit einstellen / Sozialministerium setzt auf mobile Beratungsteams
(Leipziger Volkszeitung / Muldentalkreis, 27.02.08, von Drago Bock)

Muldentalkreis. Der Opferhilfeverein Amal – Hilfe für Betroffene rechter Gewalt hat für 2007 eine Steigerung von Angriffen im Muldental registriert. Die Mitarbeiter zählten im Jahr 2006 vier Übergriffe, 2007 waren es zwölf Übergriffe. Direkt von der Gewalt betroffen wären 15 Personen. In die Amal-Statistik gingen drei Körperverletzungen, fünf Bedrohungen, eine Brandstiftung und drei Sachbeschädigungen mit rechtsextremen Hintergrund ein.

„Schwerpunktorte im Kreis konnten wir zwar nicht ausmachen, jedoch scheint sich in Colditz eine zunehmende und gewaltbereite Aktivität von Rechtsextremisten zu konzentrieren“, erläutert Ingo Stange von der Wurzener Amal-Beratungsstelle. Man beobachte dort eine verstärkte, offene Präsenz der rechtsextremen Szene. Diese scheine sich stark an die 2007 verbotene, jedoch nach wie vor aktive und Kameradschaft „Sturm 34“ anbinden zu wollen. Erst am Wochenende hat es in Colditz wieder rechts-motivierte Gewalt gegeben (die LVZ berichtete).

Lesen sie den Artikel hier weiter:
http://www.amal-sachsen.de/news.php?article=543

* Veröffentlicht am 27.02.2008
* Quellenangabe: LVZ/MTL, 27.02.08

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BERATUNGSARBEIT

Spendenaufruf für Betroffene rechter Gewalt in Colditz/ Muldentalkreis

Förderverein für Jugendkultur und Zwischenmenschlichkeit e. V. sammelt für Opfer der Neonaziangriffe in Colditz

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

in der Nacht vom 23. zum 24. Februar kam es in Colditz im Muldentalkreis an einem Elektro-Geschäft, einem Dönerladen und etlichen Privatwohnungen zu massiven Randalen durch ca. 100 Rechtsextreme. Dabei entstand ein Sachschaden in fünfstelliger Höhe. Es kann und es darf nicht sein, dass eine der Freiheit und Demokratie verpflichtete Gesellschaft hier einfach tatenlos zusieht.

Wir möchten den Opfern, die nicht nur einen großen materiellen, sondern auch psychischen Schaden erlitten haben, unsere Solidarität ausdrücken und haben aus diesem Grund ein Spendenkonto eingerichtet:

Kontoinhaber: Förderverein für Jugendkultur und Zwischenmenschlichkeit e. V.
Bank: Volks- und Raiffeisenbank Muldental
BLZ: 860 954 84
Konto-Nr.: 510 000 1944
Kennwort: Colditz

Jede Unterstützung ist absolut notwendig und wird zu 100% den Opfern zukommen! Wir möchten Sie / euch gleichzeitig bitten, diese E-Mail an alle Freunde, Bekannte und Kollegen weiterzuleiten, damit eine möglichst große Summe zusammenkommt.

Mit freundlichen Grüßen

i. A. Erik Donner

Dieser Spendenaufruf wird unterstützt von:

Förderverein für Jugendkultur und Zwischenmenschlichkeit e. V. Grimma
Jugendparlament Grimma
Jusos Leipzig Land
Jusos Grimma
Junge Union Landkreis Leipzig
Kreisschülerrat des Muldentalkreises
Netzwerk für Demokratische Kultur e. V. in Wurzen
AMAL - Hilfe für Betroffene rechter Gewalt e.V.

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