Beratungsangebot
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Dokumentation rechtsextremer Vorkommnisse
Immer wieder werden auch in Sachsen Menschen Opfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt. Insbesondere trifft es Menschen aus anderen Ländern, Menschen mit dunkler Hautfarbe, aber auch alternative Jugendliche, Obdachlose, behinderte und homosexuelle Menschen. Sie werden diskriminiert, bedroht und körperlich angegriffen.
Nach der Tat wird in Politik und Sozialarbeit oft über die Hinter- und Beweggründe der rechtsextremen Täter gesprochen, während die Opfer allzu häufig aus dem Blickfeld geraten.
Unbemerkt bleibt oft, wie stark das erlebte die Betroffenen aus ihrem Alltag herausreißt: Sie bleiben allein mit der körperlichen Beeinträchtigung, mit ihren Ängsten und nicht zuletzt im Gerichtssaal, wenn sie wieder auf die Täter treffen. Oft noch lange nach der eigentlichen Tat fühlen sie sich verunsichert und bedroht.
Bisher hat AMAL – Hilfe für Betroffene rechter Gewalt Menschen begleitet, beraten und unterstützt, die von Rechtsextremen bedroht oder gar angegriffen wurden. Nach dem Wegfall der Bundes- und somit auch Landesförderung für diese Arbeit können wir dieses Angebot leider nicht mehr ernsthaft aufrecht erhalten.
Der Bedarf an flächendeckender Aufklärung über rechtsextreme Vorkommnisse besteht jedoch nach wie vor. Täglich bringen Menschen in Sachsen ihre rechtsextreme Gesinnung zum Ausdruck. Z.B. durch gewalttätige Übergriffe auf alternative Jugendliche, MigrantInnen, Linke oder einfach Menschen, die nicht in das beschränkte Weltbild von Neonazis passen. Aber auch andere öffentliche rechtsextreme Handlungen wie Flugblattaktionen, Aufmärsche oder Konzerte sind für viele störend, beängstigend, verletzend. Wir möchten dazu beitragen, das Ausmaß rechtsextremer Handlungen öffentlich besser sichtbar zu machen und können Betroffenen Unterstützung vermitteln. Dabei sind wir auf Ihre/Deine Mithilfe angewiesen!
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